Deutsche Kapstädter im Interview | Sven Lager und Elke Naters

10 Fragen an Elke Naters und Sven Lager

Elke Naters und Sven Lager sind deutsche Schriftsteller, die in Stanford (2 Stunden ausserhalb von Kapstadt) in Südafrika leben

1) Wer seid ihr?
Wir sind Liebende (15 Jahre) , Schriftsteller, Eltern (Tochter 13 und Sohn 15), Gläubige (Vom Saulus zum Paulus).

2) Wie und wann, warum seid ihr nach Kapstadt gekommen?
Wir hatten nach einem halben Leben in Berlin und 3 Jahren in Bangkok Heimweh nach einem unbekannten Land. Sonnig, am Meer, freundlich und aufregend schön. Also sind wir einfach den Rentnern (Elkes Eltern) und den Zugvögeln gefolgt.

3) Elke und Sven, ihr seid beide Buchautoren / Schriftsteller / Journalisten - lässt es sich hier in Südafrika inspirierender arbeiten?
Das südafrikanische Leben ist unvergleichlich reicher an Geschichten. Allein die Lebensgeschichten der meisten Mensche hier sind grösser, besser und wahrer als ein guter Roman.

4) Ihr zwei arbeitet auch journalistisch zusammen. Gemeinsam habt ihr das Buch "Was wir von der Liebe verstehen" geschrieben, erzählt mehr davon!
"Was wir von der Liebe verstehen", ergab sich ganz von selbst, weil wir glaubten wir wüssten es besser. Schliesslich hatten wir alles verkehrt herum gemacht, erst Kinder gehabt, dann uns kennengelernt, und dann in Südafrika geheiratet. Die Verlobung hatten wir völlig vergessen! Aber das Thema Liebe blieb spannend, weil die Liebe eine weit grössere Herausforderung ist als man glaubt. 

5) Ein anderes Buch von euch heisst "Gebrauchsanweisung für Südafrika". Was sind die Inhalte? Was ist der wichtigste Tipp im Buch? 
Sven: Es ist eine Liebeserklärung und soll dem Besucher die Augen öffnen für Wärme, Freundlichkeit und Wildheit des Landes und seiner Bewohner. Wichtigster Tipp: Wenn man sein Gegenüber in einem Land mit elf offiziellen Sprachen nicht versteht, einfach Deutsch sprechen. Wer von Herzen spricht, wird verstanden.
Elke: Vorurteile ablegen und immer freundlich bleiben!

6) Kann man eure Bücher auch in Südafrika kaufen?
Das gute urdeutsche Bücherstübchen von Herrn Naumann in Kapstadt sollte sie haben.

7) Als Deutscher vermisst man gelegentlich deutsche Genüsse ;) - wo holt ihr euch ein bisschen Nostalgie?
Sven: Warmes duftendes Baguette. Pasta mit Rucola und Parmesan. Ausgezeichnetes Birkenhead Bier aus Stanford. Rauchige Herbstluft. Absurderweise alles ganz urdeutsch für mich.
Elke: Auf dem Junk Market in Milnerton fühle ich mich an Berlin erinnert, auch wenn der hier ungleich schöner gelegen ist. Und Rouladen essen bei Muttern in Hermanus.

8) Seid ihr in irgendeiner Weise in einer deutschen Community in Kapstadt (und Umgebung) involviert? Habt ihr hier viele deutsche Freunde?
Sven: Wie alle guten Deutschen meiden wir Landsleute, aber kennen doch unzählige viele wunderbare Deutschmenschen. Gerade erst haben wir zum Beispiel Herbert und Olga kennengelernt, die vor 12 Jahren Geschichte schrieben als erstes gemischtes Paar auf dem Standesamt in Caledon. Sie haben zwei wunderbare Töchter und leben glücklich und farbenblind in der Nähe von Hermanus. Bis auf dass Olga als Xhosa ihre Heimat in Deutschland sieht, und Herbert als Deutscher seine in Südafrika.

9) Welche Dinge habt ihr hier in Kapstadt erlebt, die vielleicht nicht in Deutschland passiert wären?
Nirgendwo auf der Welt sonst werden solch grosse und furchteinflössend flauschige Paviane dazu abgerichtet, Touristen an Sehenswürdigkeiten Essen aus der Hand zu reissen, deren Lederhüte zu zerkauen oder Mietautos abzulecken und vollzufäkalieren. 

10) Was (&wo) ist euer Hot-Spot in Kapstadt?
Sven: Sonntags zur fabulösen Common Ground Church in Rondebosch, gerne auch mal zum Jou Ma Se Comedy Club in Observatory, zum Fischkaufen nach Kalk Bay, oder mit unserer Freundin Olga, die für ein paar Monate Indien auf dem Motorrad bereisen wird, im Cafe Royal auf der Long Street große Burger essen und dann zum Surfen ins futuristische Big Bay.
Elke: Samstags zum Markt in der Buscuit Mill, vorher zum Junk Market in Milnerton.

Extra: 11) Weitere Geheimtipps rund um Kapstadt?
Heiraten im romantischen Eichenwald des Beloftebos und bis zur Seligkeit durch den neuen Agulhas Nationalpark reiten  und dazwischen stilvolles Abhängen auf Farm 215 auf der „Fynbos-Road“.

Elke und Sven haben einen spannenden Südafrka-Reiseführer geschrieben: Gebrauchsanweisung für Südafrika

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