Über die Kultur und die Geschichte Kapstadts

Wie unsere Vorfahren den Grundstein unserer heutige Gesellschaft legten

Kapstädter trinken literweise Wein und surfen auf den gefährlichsten Wellen. Aber hast du dich jemals gefragt, wessen Schuld das ist? Individuelle Neigungen sind weitestgehend angeboren, aber man kann nicht leugnen, dass wir auch von externen Einflüssen geprägt werden. Die Urväter Kapstadts haben unsere heutige Gesellschaft, sowie das, was jeder Einzelne an der 'Mutterstadt' mag (oder auch nicht mag), geprägt und letztlich geformt. Ein Blick in die frühe Geschichte von Kapstadt erklärt viele der typischen Gewohnheiten des Kapstädters des 21. Jahrhunderts.

Damals haben Frauen ihre Männer auf die 'Jagd' geschickt, um sie für einen Nachmittag los zu werden

Südafrikaner haben eine Vorliebe für Fleisch. Dies verdanken sie einigen der ersten Volksgruppen auf der Kap-Halbinsel und im Western Cape: den Buschleuten (San) und den Hottentotten (Khoi Khoi). Damals haben die Frauen ihre Männer auf die Jagd, zum Fischen, oder auf die Suche nach Pflanzen geschickt, die es nicht gibt - ein kluger Trick, um sie los zu werden und den Nachmittag mit den Mädchen am Strand zu verbringen. Da Männer bekanntlich dumm sind, haben sie einfach alles probiert, was ihnen vor die Nase gelaufen ist - ohne groß über eventuelle Risiken nachzudenken, versteht sich. Das hat zur Entdeckung einer ganzen Reihe verschiedener Fleischsorten wie Kudu, Springbok, Lamm und Boerewors geführt. Seitdem nutzen die Südafrikaner jede Gelegenheit, um Fleisch auf den Grill zu werfen und ihre Freunde zum Braai einzuladen.

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Dieses Kap ist eine sehr windige Angelegenheit und das windigste Kap auf der ganzen Welt'

Im Jahr 1580 kam Sir Francis Drake aus Portugal auf seiner Golden Hind (eine 26 m lange Galeone) ins Kap gesegelt und verkündete: 'Dieses Kap ist eine sehr windige Angelegenheit, das windigste Kap auf der ganzen Welt. Cowabunga, Dude!' Seit dieser Entdeckung werden Badende in Camps Bay durch den Wind regelrecht gesandstrahlt und Surfer-Dudes strömen nach Muizenberg, um die höchsten und gefährlichsten Wellen zu reiten.

Kapstadt ist umgeben von Bergen, aber einige der großen roten Sandsteinplatten sind als wichtiger als andere…

Im Jahre 1503 bestieg Antonio de Saldanha einen Berg mit einem flachen Gipfel, eingehüllt in eine dicke Wolkendecke. Warum ist vor mir bloß niemand auf diese Idee gekommen - es dauert nur drei Stunden auf den Gipfel? Dann hatte Antonio eine Eingebung: warum finden wir nicht einen passenden Namen für den Berg – zum Beispiel Tafelberg? Im Jahre 1601 beschloss Van Spilbergen, die gesamte Bucht Table Bay zu nennen (auch nicht gerade originell). Trotz der langweiligen Namen, sind eine Reihe prominenter Fans schnell auf den 'Tafelberg Zug' aufgesprungen, vom Erzbischof Emeritus Desmond Tutu bis hin zu  Ne-Yo. Der Tafelberg ist auf der Flagge von Kapstadt und anderen lokalen Insignien abgebildet, er ist ein beliebtes Touristenziel und hat sogar eine eigene Seilbahnstation. Von dem Gipfel haben die Besucher einen spektakulären 360-Grad-Ausblick auf die 'Mother City'.

Kapstadt ist überfüllt von amerikanischen Touristen, die darauf bestehen, Hamburger zu einem Braai mitzubringen. Danke Jan.

Im Jahre 1652 lief Jan Anthony van Riebeeck, ein niederländischer Kommandant, mit drei kleinen Schiffen in Kapstadt ein. Das einfach Anpflanzen von Gemüse, der Tauschhandel mit Schafen und der Bau eines Krankenhauses, haben Jan nicht gereicht. Er legte den Grundstein für eine neue Tourismusindustrie – mit Pensionen, Tavernen und dem Company's Gardens. heute ist Kapstadt von amerikanischen Touristen überfüllt, die unbedingt Hamburger mit zu einem Braai bringen wollen, und mit japanischen Touristen, die mit Kameras durch die Gegend laufen, die größer sind als sie selbst. Aber wie auch immer. Dank Jan van Riebeeck arbeiten heute in Kapstadt rund 75 000 Menschen in der Tourismusindustrie.

Simon und seine feuchtfröhlichen Frivolitäten

Wer zu Besuch in Kapstadt ist, sollte unbedingt eine Tagestour in die Winelands einplanen. Im Jahre 1679 kam Simon van der Stel als Gouverneur nach Kapstadt. Zunächst baute er ein paar kleine Farmen und eine Stadt (heute bekannt als Stellenbosch). Er war bekannt für seine ausschweifenden Geburtstagsfeiern, nach denen die Kapstädter derartig gerädert waren, dass sie Balkone bauten, um zwischendurch immer mal frische Luft zu bekommen. Für das lebhafte Treiben auf den Balkonen, ist die Long Street auch heute noch berühmt. Er gründete außerdem die Weinsiedlungen Paarl und Drakenstein und lud ein paar Kumpels ein (es handelte sich um ca. 200 Hugenotten auf der Flucht), die ihn bei seinen feuchtfröhlichen Frivolitäten Gesellschaft leisten sollten. Sie haben dabei einige arme und ahnungslose Elefanten vertrieben. "Oliphantschoek", sagt einer der Trunkenen und schon war die Gourmet-Hauptstadt Franschhoek geboren.

Keith entschied, dass Kapstadt britische Kultur braucht

Im Jahre 1795 landete Admiral Keith Elphinstone in Simon's Town. Empört über die betrunkenen Ausschweifungen Van der Stels und die illegalen Partys, entschied Keith, dass Kapstadt dringend etwas britische Kultur nötig hat. Er führte Freizeitaktivitäten, wie das Sonnenbaden, Konzerte, Theater und Kino ein. Er ging sogar so weit, und erklärte Muizenberg zu Südafrikas Antwort auf Großbritanniens "Brighton Pier" (Gott sei Dank, ohne das erschreckende britische Wetter).

Wir würden nicht so viel Spaß zusammen haben, wenn da nicht dieser eine Mann wäre…

Trotz der Bemühungen der kulturellen Wegbereiter Kapstadts, hatten nicht alle Menschen so viel Spaß - nach einigen Kriegen, wurde vielen Kapstädtern der Zugang zu den privilegierten Vororten, zu Bildung und Arbeit verweigert. Also entschied Nelson Mandela, etwas dagegen zu tun. Er kam nicht mit einem Schiff nach Kapstadt angereist, so wie die anderen. Er war schon hier. Er harrte 27 lange Jahren in dem Gefängnis auf Robben Island aus, um für seinen Glauben an eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleich sind, zu kämpfen. Nach seiner Entlassung wurde er durch demokratische Wahlen zum ersten südafrikanischen Präsidenten ernannt. Seine Verhandlungen bereiteten den Weg für eine multi-ethnische Demokratie in Südafrika. Mandela inspiriert und motiviert die Menschen, sich Herausforderungen wie Drogenprobemen und Kriminalität zu stellen. Und wir stellen uns dieser Herausforderung gemeinsam. Kapstädter halten zusammen, feiern Karneval und jubeln auf dem FIFA Fan Fest  für ihr Land, für Südafrika. Das alles haben wir Mandela und seinem Kampf für die Freiheit zu verdanken.


Schlussendlich haben wir viel von unseren Vorfahren gelernt; von den listigen alten Frauen, von Francis dem Surfer, Antonio dem Eroberer, Simon dem Säufer, dem raffinierten Keith und von Nelson dem Visionär. Dank dieser Individuen ist Kapstadt eine Stadt voller entspannter und freundlicher Menschen, die die schönen Dinge des Lebens genießen: Berge Meer, Natur, Essen, Wein und Kunst. Alle diese Vermächtnisse können gemeinsam genossen werden, und darauf können wir alle sehr stolz sein.

Hast du dich jemals gewundert, warum Kapstadt so Schwulen-freundlich ist? Kapstadt verbirgt viele spannende Geheimnisse. Erfahre mehr in unserer Rubrik Inside Kapstadt und abonniere unseren kostenlosen Newsletter.  


von Lisa Nevitt

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