Avis Unogwaja Challenge: Cape Town to ...
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Ich habe noch nie viel von Diamanten verstanden und war überrascht, dass allein das Polieren der Steine ein Full-Time Job sein kann. In der Shimansky Diamanten- und Juwelen- Werkstatt in Kapstadt habe ich gelernt, dass das Herstellen von Diamanten eine Kunst für sich ist. Und je mehr ich gelernt habe, desto mehr hat mich das Ganze fasziniert.
Warum eine Diamanten-Tour machen?
Nachdem wir den renovierten Eingang mit seinen einladenden Toren passiert haben, treten wir in die funkelnde Welt von Shimansky ein. Wir treffen auf einen Arbeiter, der gerade eine U-Form aus Platin herstellt, was bestimmt die Halterung für einen Diamant werden soll. Ich erkundige mich nach der Poliermaschine und erfahre, dass ein bestimmtes Wachs benutzt wird, um dem Metall seinen schönen Glanz zu verpassen.
Während ich den Mann, der den Edelstein bearbeitet, beobachte, frage ich mich wie lange so etwas wohl dauert. Unser Guide erklärt uns, dass ein klassischer Solitär (ein Ring mit einem einzelnen Diamanten) bis zu sechs Stunden und schwierigere Steine bis zu achtzehn Stunden benötigen können. Diamanten herstellen, das lernt man nicht mal eben so. Jeder der acht Juweliere hat drei bis fünf Jahre trainiert, als Auszubildender gearbeitet und die Mehrheit ist quasi in das Business reingeboren worden.
Wir gehen weiter in den Schneideraum, wo Maschinenarbeit und Handwerkskunst miteinander verbunden werden. Ein Mitarbeiter ist gerade damit beschäftigt, Metall mit Hilfe eines alten Zahnarztbohrers zu schneiden und ich kann nicht anders, als ihn anzustarren, was ihn aber nicht zu stören scheint. Ich frage mich, was er wohl auf seinem Ipod hört. Unser Guide verrät´s mir: Heavy Metal. Passt ja! In einem anderen Raum poliert ein weiterer Angestellter gerade Diamanten mit Hilfe einer Sarinmaschine mit Kupferblättern und Diamantenstaub. Der Prozess muss die ganze Zeit über beobachtet werden, was sechs bis acht Stunden dauern kann.
Während eines Zwischenstopps mit einem Glas Wein, fragen wir unseren Guide, warum er ausgerechnet bei einem Juwelier arbeitet. Er liebt es halt, die Aufregung erwartungsvoller Pärchen zu teilen, die einen Verlobungsring kaufen wollen. Genauso wie die langjährigen Beziehungen, die daraus entstehen.
Er klärt uns außerdem über Schnitt, Klarheit und Karat auf und ich bin überrascht über die Anzahl der Faktoren, die den Wert eines Diamanten bestimmen.
Ein Diamant muss funkeln
Ich betrachte zwei gelbe Diamanten - einer hat einen gelben Stich, aber der Wertvollere von beiden ist definitiv der farblich Kräftigere. Ich frage mich, wer die Farbe bestimmt. Unser Tourguide erklärt uns, dass Diamanten mit einer Stammvorlage verglichen werden, die von internationalen Laboratorien entwickelt wird. Danach werden Diamanten klassifiziert und auf Einschlüsse und Flecken getestet, mit einer 10x Lupe.
Der Schnitt der Diamanten ist der wichtigste Faktor der vier C´s. Wenn ein Diamant zu tief geschnitten ist, verliert er zu viel Licht und der Stein sinkt in seinem Wert. Priscilla wendet einen kleinen Diamanten durch den Glas-Diamantenschneider unter der Lupe und bringt Facetten an. Das sieht nach schwierigen Bewegungen aus. Sie ist bestimmt ganz ruhig und steht unter Druck, da ein Abrutscher teuer werden könnte für Shimansky.
Der Juwelen-Ausstellungsraum ist ein verschmelzender Höhepunkt von allen Prozessen. Wir beugen uns über ein Vergrößerungsglas, um einen perfekt geschnittenen Diamanten zu betrachten, bei dem man die acht Herzformen von unten sehen kann sowie den achteckigen Stern von oben. Uns wird erklärt, dass man daran erkennen kann, ob der Diamant perfekt geschliffen wurde. Ich bin beeindruckt von dem Spektrum der Regenbogenfarben und der Art, wie das Licht von jedem Winkel aus scheint. Wir bestaunen blaue und violette Halsketten aus Tansaniten und Ohrringe, während der Guide erzählt, dass Tansanite wesentlich weicher sind als Diamanten.
Die Shimansky Diamanten- und Juwelen-Tour war für mich so beeindruckend, wie die Steine an sich schon sind. Ich habe herausgefunden, dass Diamanten nicht einfach nur Klunker sind sondern sehr viel Arbeit dahinter steckt und unglaublich viele andere Aspekte zum wunderschönen Funkeln der Kostbarkeiten beitragen. Auch wenn der Diamant noch nicht der beste Freund einer Frau ist, für mich war es auf jeden Fall eine unvergessliche Bekanntschaft.
Lies mehr zum Shimansky Diamanten-Museum, Shimansky’s Anleitung zum Kauf von Diamanten und Tansaniten, Stars und südafrikanische Juwelen und unseren Überblick über Shimansky.
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