Die Stellvertretende Schulleiterin Christa Dietterle gibt einen Einblick in die ...
Märchen über Südafrika ausgeräumt
Du hast sicherlich schon viel über die Kriminalität in Südafrika gehört. Wir erzählen dir die Wahrheit.
Eine internationale Tourismusexpertin meint, dass die zahlreichen Gerüchte und negativen Berichterstattungen im Ausland über Südafrikas hohe Rate an Gewaltverbrechen viele Touristen daran hindern könnte, im nächsten Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft zu besuchen.
Die südafrikanische Regierung rechnet mit über 400.000 Besuchern während des 30-tägigen Turniers. Doch Linda Pereira, eine Tourismusexpertin aus Portugal, meint, diese Zahl werde nur schwer zu erreichen sein, wenn das Land weiter derart schlechte Presse im Ausland erhalte.
„Jeder einzelne Bürger sollte die Landesfahne so hoch wie möglich halten“, so Pereira. Sie ist der Meinung, Südafrika solle gemeinsam an einem Strang ziehen, um die vielen Gerüchte und Halbwahrheiten über Verbrechen und fehlende Sicherheit aus der Welt zu räumen und so mehr Touristen ins Land zu holen.
„Die Leute glauben immer noch, dass die Verbrechensrate sehr hoch ist und dass es nicht sicher wäre, bei Nacht oder sogar bei Tag umherzulaufen“, so Pereira.
„Die Leute werden wirklich überrascht sein, wenn sie im nächsten Jahr hierher kommen und das wahre Bild von Südafrika kennen lernen. Viele internationale Touristen haben aufgrund der hohen Kriminalitätsrate und Sicherheitsbedenken Angst davor, her zu kommen, doch ich denke, dass das, was wir in den Nachrichten sehen übertrieben ist. Es ist ein anderes Bild, wenn Sie erst einmal hier vor Ort sind.“
Pereira sagte weiter, Südafrikas Image in der Welt werde sich nur verbessern, wenn jeder einzelne Bürger zu einem „Botschafter seines Landes“ werde.
„Die örtliche Tourismusindustrie, inklusive Cape Town Routes Unlimited und vielen mehr, arbeiten hart daran, um Südafrika auch jenseits der WM weltweit zu promoten“, sagt sie weiter. „Es wäre noch besser, wenn auch jeder einzelne Bürger des Landes seinen Teil dazu beiträgt, Südafrikas Image in der Welt zu verbessern.“
Pereira glaubt, eine Weltmeisterschaft ohne Zwischenfälle würde eine Feuertaufe für die nationale Tourismusindustrie sein. „Wenn Südafrika eine Weltmeisterschaft ohne jegliche Zwischenfälle veranstalten kann, dann kann das Land alles veranstalten, von großen internationalen Konferenzen bis zu Mega-Sportevents, inklusive der olympischen Spiele“, so Pereira. „Und ich habe keine Zweifel, dass Südafrika in der Lage ist, seine gemachten Versprechen zu halten.“
Calvyn Gilfellen, Vorsitzender von Cape Town Routes Unlimited, sagt, er habe keine Zweifel, dass im Jahr 2010 über 10 Millionen Besucher nach Südafrika kommen werden.
„Jeder freut sich auf die WM und sie wird ein großer Erfolg sein. Daran gibt es keine Zweifel“, so Gilfellen. „Wir bauen die Tourismusindustrie nicht nur für die WM auf und genauso wenig bewerben wir Kapstadt und das Western Cape nicht nur für den nächsten Sommer. Wir wollen noch lange nach dem Turnier von dieser hervorragenden Werbung profitieren. Wir basteln hier an einem langfristigen Erbe.“
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