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10 Fragen an den Fotografen Markus Klein

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10 Fragen an den Fotografen Markus Klein

Der gebürtige Rheinländer Markus Klein war bereits in vielen schönen Orten dieser Erde wohnhaft. Derzeit lebt er in Kapstadt. Doch so begeistert, wie von dieser Stadt, war er an keinem anderen Ort zuvor.

Markus



1. Wer bist du? Woher kommst du? Was machst du?
Mein Name ist Markus Klein. Ich komme aus Wuppertal. Seit einiger Zeit lebe ich nun in Kapstadt. Gelernt habe ich den Beruf Immobilienkaufmann. Mein Geld verdiene ich aber mit der Fotografie und der Kunst.

2. Erzähl uns etwas über deinen Beruf. Was genau tust du?
In meiner Tätigkeit bin ich recht vielseitig. Zum einen kann man mich für verschiedene Anlässe als Fotograf buchen. Oftmals ist das die Hochzeitsfotografie, auf die ich mich spezialisiert habe. Zum anderen bin ich aber auch Fine-Art Fotograf. Ich kreiere unter künstlerischen Gesichtspunkten Fotografien, die anschließend groß ausgedruckt und an Galerien verkauft werden. 2005 habe ich mit David laChapelle in New York zusammen gearbeitet, einem der bekanntesten und kreativsten Fotografen der Welt, dem Meisterschüler von Andy Warhol. Von ihm habe ich mich in meinem Stil inspirieren lassen. Mir geht es bei diesen Bildern komplett um die Ästhetik der Bilder und die versuche ich mit verschiedenen Mitteln zu arrangieren. Ich möchte den Betrachter mit diesen Fotos umhauen. Neben der Fotografie bin ich zudem als Maler tätig und ich versuche mich im Modedesign.



3. Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Langsam angefangen hat es bei mir mit sechs Jahren, als mein Großvater gestorben ist und mir seine Kamera hinterlassen hat. Eine Leica M5. Ein richtiges Drecksding (lacht). Nein, im Ernst, so eine Leica hat einen hervorragenden Sensor, ist aber schweineteuer und eher ein Lifestyleding, denn man muss jede Kleinigkeit manuell einstellen. Als ich acht Jahre alt war, hat mir mein Vater gezeigt, wie das alles funktioniert. Ich habe dann angefangen sehr viel mit der Kamera zu experimentieren und habe mein ganzes Taschengeld dafür ausgegeben. Zu der Zeit war aber auch nur ein Film im Monat drin. Als ich ein bisschen älter wurde und ich mit meinen Eltern im Urlaub war, hatte ich schon das Gefühl, dass ich einen gewissen Blick dafür habe, wann es Zeit ist abzudrücken. Irgendwann fing mein Vater an mich zu unterstützen. Doch er stellte Ansprüche an mich. Er war bereit mir meine Filmentwicklungen zu bezahlen, aber nur, wenn ihm meine Fotos gefielen.

Kroco



4. Was macht deine Werke besonders?
Ich habe die Fotographie klassisch nicht gelernt und bin heute sehr froh darüber. Ich habe nämlich nicht diesen typischen Fotografen Blick und halte mich nicht an die Regeln. Der gelernte Fotograf geht an ein Foto wie ein gelernter Klempner an einen Rohrbruch: Ich habe jetzt das und das Licht, also nehme ich die und die Blende, diese Belichtungszeit und dieses Objektiv. Die haben so eine Art Tunnelblick. Technisch ist das Foto einwandfrei, aber es ist stinklangweilig. Ich mach das einfach mal anders und erziele ein anderes Ergebnis. Das Foto sieht anders aus. Manche Leute mögen es und wieder andere sagen: „Was hat der denn da gemacht, der Typ hat ja gar keine Ahnung!“ Das ist das was ich mir erlaube, diese künstlerische Freiheit. Meine Bilder sehen nicht besser aus, sie sehen nur anders aus.

5. Gibt es Themen, die du mit deiner Fotokunst ansprichst/Botschaften die du vermitteln willst?
Meine Bilder haben keine Botschaft. Ich bin kein Kriegsfotograf, der irgendeine Botschaft rüberbringen will oder mit einem erhobenen Zeigefinger da steht. Ich bin einfach ein Künstler. Mir geht es um die Ästhetik der Bilder. Sie sollen über die Farben und das Motiv an sich wirken. Ich will, dass die Leute sich meine Bilder angucken und einfach sagen: Wow! Das ist genial. Und da gibt es auch nur zwei Seiten. Entweder du liebst es oder du hasst es. Es gibt genug Leute, die sagen, sie könnten mit so etwas nichts anfangen, das sei einfach nur Kitsch. Andere sagen, dass sie die Idee schon genial finden. Von meiner Seite steckt allerhöchstens eine lustige Botschaft dahinter und ich provoziere vielleicht ganz gerne. Ich bin aber kein Satiriker oder meine die Welt verbessern zu müssen. Es muss nicht alles im Leben eine Botschaft haben.

Croc



6. Wie bist du nach Kapstadt gekommen?

Ich war in meinem Leben viel unterwegs. Ich habe in Brasilien gelebt für 6 Monate und danach sechs Jahre in den USA. Ich war auch in Panama, bin dort aber nach wenigen Monaten wieder weg. Zwischenzeitlich war ich wieder in Deutschland, um mich zu finden, habe aber gemerkt, dass ich dort nicht mehr leben möchte. Deutschland ist zweifellos ein tolles Land, aber wir haben zu wenig Sonne und zu wenig Meer. Deutschland ist mir auch ein bisschen zu anstrengend und seriös, ich bevorzuge diese südländische Mentalität, diesen „ja passt schon“-Gedanken. Die lockere Art. Ich hatte dann erst vor nach Belize zu gehen. Wunderschönes Land, aber letztendlich hat mich die Kriminalitätsrate das nochmal überdenken lassen, denn die ist dort unheimlich hoch. Ein Freund von mir hat schon damals ab und an über Kapstadt geredet. Er sagte, dass er schon einige Male hier war und dass er irgendwann mal auswandern und hier arbeiten will. Ich habe dessen aber lange Zeit keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Irgendwann hat es dann mal klick gemacht und ich habe angefangen mich zu informieren. Ich bin dann irgendwann mal auf Probe rüber geflogen und war direkt begeistert. 

Couple



7. Welche Rolle spielt Kapstadt für dich als Menschen und vor allem für deine Arbeit/deine Arbeiten?
Kapstadt bietet für meine Arbeit sehr viel. Die Stadt und auch die Natur ist so vielseitig und bietet damit etliche interessante Fotolocations. Schau dir beispielsweise das Zentrum an, mit all den Hochhäusern und ihrer modernen Architektur. Gehst du allerdings ein paar Straßen weiter ins Bo-Kaap Viertel, dann sorgen die kleinen bunten Häuser für eine ganz andere Kulisse. Auch die Berge und Strände bieten viel Abwechslung. Die Stadt ist äußerst kontrovers und das gefällt mir. Ich liebe es loszuziehen und neue Orte und Hintergründe zu entdecken, vor denen ich fotografieren kann.
Ich profitiere auch davon, dass viele Deutsche für ihre Hochzeitsreise nach Kapstadt kommen und hier ihre Hochzeitsfotos machen. Manche besorgen sich sogar eine Genehmigung und heiraten hier. Für mich ist es eine Freude solche Paare hier in Kapstadt fotografieren zu können.

fefw



8. Was gefällt dir an Kapstadt am besten?
Mir gefällt die Vielfalt der Stadt, aber auch die Menschen. Alle sind sehr freundlich, egal ob arm oder reich. Wenn du in Kapstadt alleine in eine Bar gehst, dann bleibst du nicht lange alleine. Die Leute gesellen sich zu dir und kommen mit dir ins Gespräch. In Deutschland gehst du sehr viel wahrscheinlicher wieder alleine nach Hause, wenn du nicht gerade 50 Leute ansprichst. Mir gefällt auch die lockere Art der Leute, die meisten sind aber dennoch ausreichend diszipliniert und man kann sich auf sie verlassen. Es ist ein gutes Mittelmaß.
Außerdem ist es hier sauber und die Leute sind relativ umweltbewusst. Du siehst nicht viele Leute, die einfach ihren Müll auf die Straße werfen. Darüber hinaus kannst du hier überall fantastisch essen gehen für kleines Geld.

9. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Verfügst du über ein Atelier oder ein Studio?
Nein. Wenn ich male, dann tue ich das zu Hause und ansonsten bin ich auch kein Studiofotograf. Ich fotografiere viel lieber draußen vor einer schönen Kulisse. Wenn ich eine weiße Wand brauche, dann mache ich das bei den Leuten zu Hause und bringe ein weißes Tuch mit. Da brauche ich dauerhaft kein Studio anmieten. Wenn ich tatsächlich mal eins brauche, dann miete ich eins für ein paar Stunden. Es gibt nichts, was du in Kapstadt nicht mieten kannst.

Akt



10. Was stört dich an deinem Job?

An der Ausübung meines Jobs stört mich gar nichts, ich liebe meinen Job. Was mich stört ist, dass heutzutage jeder denkt er wäre ein Photograph, wenn er im Besitz einer Kamera ist. Es gibt Leute die Hochzeitsfotografien bei Facebook anbieten. Die kommen mit einem Kamerakit für 300-400€ und haben noch nie in ihrem Leben den Modus gewechselt. Die fotografieren im Automatikmodus, machen kein Editing und keine Postproduction. Oft verfügen diese Leute nicht einmal über eine Homepage, doch die kostet mich 1€ im Monat. Ich finde es unverschämt, dass solche Leute Hochzeitsfotografien anbieten um schnelles Geld zu verdienen. Ich hänge mich da jedes Mal rein, denn es ist eine unheimliche Verantwortung. Du hast nur eine Chance. Der Tag kommt nicht wieder. Wenn du nicht hundertprozentig weißt, dass du das kannst, dann lass lieber die Finger davon. Gerade hier in Südafrika tummeln sich viele Leute, die sich trotz unzureichender Fähigkeiten anbieten und uns die Preise kaputtmachen.

 

Markus Klein Homepages und Kontakt:

  • www.designbyklein.net
  • www.weddingforever.de

 

Von Robert Kleine

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